/>

Als Besitzer einer Immobilie muss man seine erworbenen Werte auch erhalten, ganz gleich, ob das Gebäude selbst zu Wohnzwecken genutzt oder gewerblich betrieben wird, oder ob man als Vermieter beziehungsweise Verpächter aktiv ist. Das bedeutet, regelmäßig und nach Bedarf allgemeine und durch besondere Ereignisse nötig gewordene Schäden zu beseitigen. Die Renovierung ist nötig, um weiterhin volle Miete verlangen zu können, aber auch, um sich selbst in seinen vier Wänden wohl zu fühlen. Abgesehen von den arbeitswilligen Heimwerkern, die sich um das Gros der Arbeiten selbst kümmern können, und jenen Immobilienbesitzern, die die Schwarzarbeit auf illegale Weise fördern, sich damit aber auch steuerliche Nachteile verschaffen, bekommt es dabei jeder auch mit Handwerksbetrieben zu tun, die ihre Arbeit ausführen und dafür natürlich auch bezahlt werden wollen. Nicht immer muss hier bar bezahlt werden, denn für ein Handwerksunternehmen ist es heutzutage auch einfacher, die Buchhaltung über den Computer zu erledigen. Auf das Geschäftskonto eingegangene Zahlungen lassen sich einfacher verbuchen – während bei Barzahlung gegen Quittung alles erst noch von Hand eingebucht und das Geld zur Bank gebracht werden muss. Im Übrigen ist es für den Hausbesitzer von Vorteil, bargeldlos zu bezahlen, denn bei der Steuererklärung zählen nur Zahlungen, die über einen Kontoauszug nachweisbar sind.

Zahlungsvereinbarungen vor der Renovierung abklären

Das Ausmaß der anfallenden Renovierungen muss in einer Besichtigung besprochen werden; nur dann kann der Kostenvoranschlag auch in angemessener Höhe erstellt werden. Hier weiß man jedoch, dass einige Prozent Abweichung beinahe immer auf der Endabrechnung zu finden sein werden. Hier sollte auch angesprochen werden, wie die Bezahlung für den Auftrag vorgenommen werden soll. Nicht selten verlangen die Handwerksbetriebe eine Anzahlung bei Auftragsvergabe, zum Beispiel in Höhe der Materialkosten, die für die Arbeiten anfallen. Im zweiten Rechnungsabschnitt werden dann alle Arbeitsstunden und eventuell noch restliche Materialien bezahlt. Wie – nur als Beispiel – aus der Fragestellung auf www.juraforum.de hervorgeht, kommt es hier manchmal zu Schwierigkeiten. Da ist es gut, wenn die Anzahlung über eine Kreditkartenabrechnung oder einen Kontoauszug nachweisbar ist. Wie schnell geht eine kleine, handgeschriebene Quittung verloren. Die Folge ist ein Gerichtsstreit, bei dem das Geld unter Umständen nicht mehr eingefordert werden kann, weil die Belege nicht mehr vorhanden sind.

Das Problem mit der Vorauskasse

Es ist sicher verständlich, dass die Handwerker einen Teil der Bezahlung vor Beginn der Arbeiten abkassieren. Immerhin ist es schon Tausende Male vorgekommen, dass eine Arbeit ohne Beanstandung erledigt wurde und die Kunden nicht bezahlt haben. Dann hat der Handwerksbetrieb Materialkosten vorfinanziert, muss seine Angestellten bezahlen und sämtliche Unkosten – ohne eine Einnahme dafür verbuchen zu können. Nicht selten behalten sich die Handwerker also vor, erst mit den Arbeiten an einer Immobilie zu beginnen, wenn die Kosten für Baumaterial und ähnliches auf dem Firmenkonto angekommen sind. Auch eine schrittweise Abrechnung der Arbeitsleistung ist üblich – bei länger dauernden Baustellen zum Beispiel in monatlicher Rechnungsstellung. Bei Aufträgen, die nur ein oder zwei Tage dauern, werden die Stunden von Meister, Geselle und Lehrling dann in einer zweiten Rechnung aufgeführt, die nach Fertigstellung erstellt wird. Auch zum Thema Vorauskasse gibt es eine interessante Diskussion auf www.gutefrage.net: Hier möchte ein Handwerker die kompletten Kosten aus dem Kostenvoranschlag schon vor Antritt der Arbeiten haben. Verschiedene Meinungen zum Thema wurden hier von Lesern veröffentlicht – der Tenor ist jedoch, nicht die komplette Rechnung im Voraus zu bezahlen. Wie sich die Besitzer diverser Immobilien mit den Dienstleistern, die sie beauftragen, einigen, ist immer verschieden. Wichtig ist am Ende nur, dass der Hausbesitzer eine ordentliche, vor dem Finanzamt vorzeigbare Rechnung erhält, der Rechnungsbetrag bargeldlos überwiesen werden kann und der Handwerker seine Arbeit in voller Höhe bezahlt bekommen hat.