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Seit es das Internet in immer mehr Haushalten gibt, hat sich auch das Bargeld immer weiter aus dem täglichen Leben verabschiedet. Die Datenübertragungen bei gleichzeitig sicheren Verbindungen ermöglicht es vielerorts, bargeldlos zu bezahlen; die Vorteile liegen – egal für welche Bezahlmethode man sich entscheidet – in der Schnelligkeit, der Möglichkeit, von überall aus zu agieren und natürlich in der Bequemlichkeit. Früher musste ein Überweisungsträger ausgefüllt und zur Bank gebracht werden – dann wurde das Geld überwiesen. Alles, was schnell gehen musste, wurde bar bezahlt. Damals war aber auch der Versandhandel die einzige Alternative zum Einkauf im Laden; je mehr sich der Handel in das Internet verlegte, umso wichtiger wurden auch alle Möglichkeiten, bargeldlos und flexibel überall auf der Welt zu bezahlen. Im Ausland, wo man früher eine einzige Rechnerei mit Wechselkursen mit einplante und aufpassen musste, dass die Reiseschecks nicht zusammen mit der Bescheinigung über eine gültige Auslandskrankenversicherung gestohlen werden oder verloren gehen, ist die Erleichterung nicht minder groß. Für welche Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs man sich entscheidet, liegt an den persönlichen Vorlieben und am Kontostand auf der Bank – nicht jeder bekommt beispielsweise eine Kreditkarte ausgehändigt.

Das Online Banking: Sicherheit von zu Hause aus

Sich an den Computer zu setzen, das Internet zu verbinden und sich ins Online Banking einzuloggen ist etwas, das selbst die ungeübtesten Menschen am PC zustande bringen. Über eine sichere Verbindung werden nicht nur die Log-in Daten – der Benutzername und ein geheimes Passwort – an den Server der Bank gesendet, sondern auch die Kontoinformationen an den eingeloggten Kontoinhaber. Nun kann binnen weniger Sekunden der Kontostand abgerufen, können Umsätze nachvollzogen und andere finanzielle Belange abgeklärt werden. Soll eine Überweisung, zum Beispiel zur Bezahlung vom neuen Jacuzzi getätigt werden, füllt der Kontoinhaber einfach sein Formular aus. Bestätigt wird die Bezahlung durch Eingabe einer TAN, einem Sicherheitscode, der nur dem Online Banker bekannt ist. Nur noch wenige Nutzer vom Online Banking haben die alte TAN Liste. Wahlweise gibt es heute zwei Alternativen: Das Zusenden der TAN Nummern per SMS oder das Nutzen eines Chip-TAN Geräts sind die mittlerweile bevorzugten Abwicklungen der Online Überweisungen.

Ist die Überweisung bestätigt, kann der neue Kontostand sofort abgerufen werden. Ist dies momentan nicht erforderlich, ist dringend ein Klick auf den Log-out Button zu empfehlen. Zwar meldet das System den User meistens nach einigen Minuten automatisch ab – wer nun aber den PC verlässt, ohne sich auszuloggen, riskiert, dass Dritte sich an den Rechner setzen und das Konto plündern. Für einen Wasserbetten Shop ist es nicht ersichtlich, wer die Bezahlung geleistet hat – er wird bezahlte Ware an den Kunden ausliefern, egal, ob dieser mit gestohlenem Geld bezahlt hat, oder mit eigenem. Online Banking gilt als sehr sicher, auch wenn es immer wieder Phishing Attacken auf die User gibt. Egal, wie die TAN Nummern in Empfang genommen werden: Diese und die Log-in Daten sind absolut vertraulich zu behandeln; niemand sollte seine Geheimnummern, wie auch für die Automatenkarte, im Portemonnaie haben oder unbeaufsichtigt für Dritte erreichbar lassen. Praktischer Weise bieten die Geldinstitute heute auch kostenlos den Service online abrufbarer Kontoauszüge an; auch das Sperren der Kreditkarten und Scheckkarten ist kein Problem.

PayPal und Co.: Die Online Bezahlsysteme

Neben dem herkömmlichen Online Banking, das die meisten Bankkunden bei ihrer Hausbank erledigen, gibt es auch noch die Möglichkeit, sich bei einem Micropayment System anzumelden und damit Bezahlungen bis zu einem gewissen Betrag leisten zu können. Man registriert sich hier einmalig mit seinen Kreditkarten oder Konto Daten, bevor man über die Emailadresse an jeden Menschen auf der Welt, der ebenfalls Inhaber einer Mailadresse ist, Geld bezahlen kann. Neben anderen, verhältnismäßig unbekannten Micropayment Systemen, wie Moneybookers, ist das PayPal Konto hier sehr beliebt. Viele Online Shops bieten diese Bezahlweise an, einfach, weil die Kunden nach ihrem Einkauf, zum Beispiel im Gasgrill Shop, binnen Sekunden offene Rechnungen überwiesen haben und die Ware relativ zeitnah in den Versand gehen kann. Sich bei PayPal oder einem anderen Online Bezahlservice zu registrieren, dauert nicht sehr lange – wer sich die Zeit einmal nimmt, kann bei seinem nächsten Onlinekauf schon davon profitieren; zwei Klicks mit der Maus und alles ist erledigt.

Eine Unterkategorie zu dieser Bezahlvariante ist das mobilfunkbasierte Bezahlen, das zum Beispiel bei Musik Downloads im Internet sehr beliebt ist. Die Bestellung wird einfach der Handyrechnung zugeordnet und über diese auch abgerechnet. Achtung – den zugesandten Bezahlcode darf man nicht ungenutzt auf dem Handy gespeichert lassen. Er verfällt zwar nach einiger Zeit, doch bis dahin können unter Umständen Fremde ihre Bezahlung damit erledigen. Vor allem für kleinere Beträge wird der Handyvertrag gerne als „Zwischenfinanzierung“ genutzt – bezahlt wird einfach, meistens per Abbuchung, mit der nächsten Handyrechnung. Die neue Dunstabzugshaube wird üblicherweise per Überweisung oder Online Payment im Shop bezahlt; hier kommt das Handy eher selten zum Einsatz – wohl aber werden eBooks und andere Downloads, Smartphone Applications oder Klingeltöne für Handys über diese Methode bezahlt.

Kreditkarte: Verantwortlich die Vorteile nutzen

Eine überall äußerst beliebte Bezahlmethode ist die Kreditkarte. Der Inhaber einer solchen Kreditkarte hat ein gewisses Limit zur Verfügung, mit dem die Karte belastet werden darf. Über die Eingabe der Kreditkartennummer werden dann die Modalitäten der Bezahlung in die Wege geleitet. Noch schneller als es die Online Überweisung gewährleisten kann, ist die Zahlung im Online Shop angekommen; die bestellten Schuhe gehen also beispielsweise ohne langen Bankweg direkt in den Versand. Der Kunde, der eine Kreditkarte nutzt, bekommt seine Abrechnung einmal im Monat in übersichtlicher Form nach Hause geschickt und kann alle Vorteile nutzen, bargeldlos an vielen Orten auf der Welt, vor allem aber im Internet bezahlen zu können. Ist der Geldbeutel weg, haben es Diebe leichter, das mitgeführte Bargeld auszugeben, als die Nummer der Kreditkarte zu nutzen; diese ist binnen Sekunden gesperrt.

Eine weitere Variante dieser Kreditkarte ist die sogenannte Chargekarte; hier wird eine Rechnung zugestellt, die innerhalb einer gewissen Frist zu begleichen ist. Auch hier ist die Bonität des Karteninhabers vorausgesetzt, da die Bank sonst keine Sicherheit für den vorfinanzierten Betrag, den der Kunde über seine Karte ausgegeben hat, in Händen hält. Die klassische Kreditkarte, aber auch die Chargekarte können mit größeren Summen belastet werden, eignen sich folglich auch bei größeren Anschaffungen als Bezahlmethode. Auch, wenn zum Beispiel ein Gebrauchtwagen mehrere Tausend Euro teuer ist, kann dieser beim Händler mit der Karte sofort vor Ort bezahlt werden, sofern er die Karte als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Kreditkarte ist übrigens nicht gebührenfrei; zudem werden für Bezahlungen außerhalb des Guthabenbereichs, also innerhalb vom genehmigten Kreditrahmen auch Zinsen erhoben.

Die Prepaid Kreditkarte: Kostenkontrolle bei gleichzeitigen Vorteilen

Kunden, die eine Bonitätsprüfung nicht bestanden haben oder einfach die Kostenkontrolle über ihre Kreditkarte behalten wollen, können eine noch neuere Form der mobilen Bezahlweise nutzen: Die Prepaid Kreditkarte – die den Namen eigentlich zu Unrecht trägt, da sie nicht mit einem Kredit belastet werden darf. Diese Karte wird aber von Händlern akzeptiert, da sofort klar wird, ob das Guthaben, das vorher aufgeladen wurde, für die Bezahlung ausreicht, oder nicht. Auch größere Beträge, zum Beispiel die Rechnung einer Sicherheitsfirma oder eines anderen Dienstleisters kann hier direkt und bargeldlos innerhalb von Sekunden beglichen werden. Ein entsprechendes Gerät im rechnungsstellenden Unternehmen oder ein Computer, der die Kartennummer und somit die Bezahlung erfasst, ist Voraussetzung.

Diese Prepaid Karten kosten eine geringe Jahresgebühr, können im Internet und im Laden benutzt werden und bieten damit alle Vorteile, die sich der Kunde in Sachen Flexibilität wünscht. Wer auf seine Daten achtgibt, genießt auch beim Onlinekauf mit diesen Karten absolute Sicherheit und vor allem Schnelligkeit in der Abwicklung der Geschäfte im Internet. Das neue Dirndl aus dem Online Shop per Überweisung zu bezahlen, dauert je nach Bankenkonstellation einige Tage. Mit der Prepaid Karte, ausreichendes Guthaben vorausgesetzt, ist die Bezahlung innerhalb kürzester Zeit erledigt.

Überweisungen immer noch beliebt

Natürlich gibt es nach wie vor Menschen, die im Internet nicht oder nur wenig einkaufen, weil sie der bargeldlosen Bezahlung und vor allem der überall üblichen Vorauskasse skeptisch gegenüberstehen. Klar, dass große Bezahlungen, wie zum Beispiel für ein neues Eigenheim, unter anderen Voraussetzungen vorgenommen werden, als fünfzehn Euro für eine neue CD. Die Sicherheit beim mobilen Bezahlverkehr ist jedoch ein Thema, das sowohl den Banken, wie auch den Händlern sehr am Herzen liegt. Wie auch beim normalen Einkauf, bei dem gerne an der Supermarkt Kasse mit der Bankkarte bezahlt wird, fallen unter Umständen Gebühren für die Nutzung der flexiblen Rechnungsbegleichung an; diese sind aber verschwindend gering, wenn man einmal die Zeitersparnis alleine rechnet.

Ein letzter Rest an Misstrauen wird bleiben, wenn auch der Shop noch so seriös aussieht, der ausgesuchte Ring ein Herzenswunsch ist und die Bezahlung nach der Bestellung schon längst erledigt ist. Erst, wenn das Paket vom Online Shop in Händen ist, wird diese Unsicherheit verfliegen. Denn auch, wenn man ganz genau weiß, dass das Konto beim Payment System oder die Prepaid Kreditkarte gedeckt sind, wartet man gespannt auf die Bestätigung vom Zahlungseingang und die Meldung, dass online gekaufte Artikel nun versandt wurden. Gerade ältere Menschen verweigern jegliche nicht greifbare Bezahlungsmethode – für sie kommt nur Bargeld in Frage. Sie setzen sich damit jedoch einem hohen Risiko aus, bestohlen zu werden; man kennt die Geschichten über Rentner, die ihr monatliches Geld von der Bank holen, um es in Händen zu halten und dann arglistigen Dieben zum Opfer fallen.